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Deutschland bildet mit das Schlusslicht in Europa, wenn es um die Geburtenrate geht. Aber das ist nicht überall so. München und Dresden sind im Babyboom. Bochum dagegen stirbt aus. infas 360 schaut genauer hin.

Im November veröffentlichte das Statistische Bundesamt die neue Geburtenrate für 2014. Zwar belegt Deutschland mit durchschnittlich 8.8 Geburten je 1.000 Einwohner den viertletzten Platz unter den 28 europäischen Ländern (Portugal 7,9, Italien 8,3 und Griechenland 8,5), jedoch steigt bundesweit seit Jahren die absolute Anzahl der Geburten. Mit 714.966 Geburten war das letzte Jahr Deutschlands Spitzenjahr seit über 10 Jahren.

Münchener machen es wie die Schweden

Der Boom und Antiboom an Babys und Kleinderkindern sind in Deutschland Phänomene, die sich regional erheblich voneinander unterscheiden können. Unter Deutschlands größten Städten liegt beispielsweise München mit 11,5 Geburten je 1.000 Einwohnern klar vor Hamburg und Berlin und erreicht damit eine Geburtenrate, die zu den TOP 5 unter den 28 EU-Ländern gehören würde - nur knapp hinter den Schweden. Dagegen ist Bochum mit einer Geburtenrate von unter 7.8 letzter im deutsche Städte-Ranking und würde noch hinter den Italienern rangieren.

Innerstädtische Verteilung maßgeblich

Die feinräumige regionale Verteilung der Altersstrukturen ist für Quartiers- und Standortbewertungen eine maßgebliche Kenngröße. So kann man von der lokalen Geburtenrate etwa auf Zielgruppen wie „Junge Eltern“ schließen. Strukturell kennzeichnen hohe Geburtenraten und ein hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen kinderreiche und kinderarme Viertel und Straßenzüge innerhalb einer Stadt.

Beispielkarte Hamburgs amtliche Stadtteile.

infas 360 berechnet erstmals aktuelle, amtliche Daten der bis 18-Jährigen auf Blockebene

Um dem steigenden Bedarf an amtlich einheitlichen und feinräumigen Informationen der unter 18-Jährigen gerecht zu werden, hat infas 360 nun die aktuellsten amtliche Zahlen der Neugeborenen, Kinder und Jugendlichen nach 5 Altersgruppen (0 bis 3 Jahre, 4 bis 6 Jahre, 7 bis 10 Jahre, 11 bis 15 Jahre und 16 bis 18 Jahre) für alle Siedlungsblöcke berechnet. Der Datensatz steht ab sofort bundesweit bzw. pro Region und Stadt zur Verfügung.

Weiterführende Informationen erhalten Sie über Dr. Barbara Wawrzyniak, Leiterin Marktdaten und Analysen, Tel.: 0228/74887-369 oder per eMail b.wawrzyniak(at)infas360.de